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Orte zum Besichtigen – Sehenswürdigkeiten von Vilnius

Aušros-Tor

Im 16. Jahrhundert war das Aušros- Tor ein Teil der Abwehrmauer, die die Stadt umband. Im Jahr 1671 bauten die Karmeliter aus der nah liegenden Kirche der Heiligen Theresa eine Kapelle und hängten dort auf die Wand das Bild der Heiligen Maria, das durch seine Wunderkräfte berühmt geworden war. 1829 wurde das Interieur neo-klassizistisch eingerichtet. Es lohnt sich diese Sehenswürdigkeit zu besuchen. Wenn Sie einen Spaziergang durch die Altstadt machen, finden Sie die Tür links von dem Tor und gehen Sie die Treppe hoch.
Aušros vartų Str. 12
Tel. 212 35 13

Rathaus

Das Rathaus, das in den historischen Schriften 1503 zum ersten Mal erwähnt wurde, ist vermutlich im 15. Jahrhundert gebaut worden. Das jetzige Gebäude im klassizistischen Stil ist Ende des 18. Jahrhunderts gebaut worden. 1810 befahl der Generalgouverneur, im Rathaus ein Theater einzurichten, in dem bis zum Jahr 1924 ab und zu Aufführungen gezeigt wurden. Später wurden die Räumlichkeiten für das Museum umgebaut. Bis zur Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1991 fanden im Rathaus Austellungen der Litauischen Kunst statt. Heute ist dieses Gebäude das Künstlerhaus, in dem man die Kunstgalerie besuchen kann.
Didžioji Str. 31
Tel. 261 80 07
Öffnungszeiten von 10.00 bis 18.00 Uhr

Präsidentensitz

Der erste berühmte Mensch, der hier übernachtet hat, war der Bischof von Vilnius, der im 14. Jahrhundert diesen Palast gebaut hat. Im Jahr 1812 besuchten zwei berühmte Menschen dieses Gebäude zu unternschiedlichen Anlässen: Zar Alexander der 1. und Napoleon Bonapart. Beide machten Aufenthalt in dem Palast, um zu erholen. Später (während der sowjetischen Okkupation) befand sich in diesem Gebäude das Künstlerhaus, kurze Zeit nach dem Jahr 1991 die französische Botschaft. Zur Zeit arbeitet die Kanzlei des litauischen Präsidenten in dem Gebäude im Stil des Spätklassizismus, das gründlich rekonstruiert wurde. Daukanto Platz 3/8
Tel. 212 67 91

Universität Vilnius

Die Ensemble der ältesten Universität Osteuropas bilden Gebäude aus allen wichtigsten Stilrichtungen von über 400 letzten Jahren. Bauwerke der Universität sind eine der am besten erhaltenen Gebäuden dank großer Umbauarbeiten, die 1979 zur Feier des 400-sten Jubiläums der Universität abgeschlossen wurden. Die vom Jesuitenorden 1579 gegründete Universität ist über 200 Jahre lang von dem Orden geleitet worden. 1832 schloss die russische Regierung die Universität, in der bis zum Jahr 1919 kein Studium möglich war. Die Ensemble der Universität besteht aus 12 geschlossenen Höfen. Wenn Sie an der Universiteto Straße Nr. 7 stehen, schauen Sie auf die Karte, wo genau Sie hin müssen.
Universiteto Str.3
Tel. 261 17 95
Geöffnet von 10.00 bis 17.00 Uhr. Sonntags kein Besuch möglich.

Erzkathedrale

Man vermutet, dass der litauische Großfürst Mindaugas die erste christliche Kirche auf dem Ort, wo früher ein heidnischer Tempel stand, gebaut hat. Die Erzkathedrale ist im Jahr 1419 gebaut worden, wurde aber oft durch Feuer geschädigt und aus dem Grund mehrmals rekonstruiert und erneuert. Viele Elemente der Erzkathedrale von heute hat der Architekt Laurynas Stuoka-Gucevičius in den Jahren 1769-1820 nach dem französischen klassizistischen Stil geschaffen. 1950 hat die sowjetische Regierung die Kathedrale geschlossen und in dem Gebäude ließ sie eine Bildergallerie einrichten. Im Jahr 1990 hat die katholische Kirche die Erzkathedrale zurück bekommen. Aufmerksamkeit wert sind elf Kapellen, vor allem die Kapelle des Beschützers von Litauen, des Heiliges Kazimieras, gebaut im Stil des Frühbarocks. Zuerst im Jahr 1636 gebaut als Mausoleum für Kazimieras, den Beschützer Litauens, der als heilig anerkannt wurde, ist diese Kapelle eines der historischen und architektonischen Gemeingüter des Landes. Der Glockenturm, der getrennt von der Kathedrale steht, hat 2002 sechs Glocken geschenkt bekommen, die der Kardinal Audrys Juozas Bačkis während einer dafür beigemessenen Zeremonie eingeweiht hatte, bevor diese Glocken in dem Turm gehängt wurden. Messen finden jeden Tag um 18.00 und 19.00 Uhr statt, Samstags um 8.00, 9.00, 18.00, 19.00 Uhr, Sonntags um 8.00, 9.00, 10.00, 11.00, 12.00, 13.00, 14.00, 18.00, 19.00 Uhr.
Katedros Platz 1
Tel. 261 11 27

Museum der Hochburg

Sie werden nicht mehr 78 Treppenstufen zu dem westlichen Turm der Hochburg zu Fuß gehen müssen, um sich die überwältigende Schönheit der Stadtpanorama zu bewundern. Jetzt können Sie innerhalb von 30 Sekunden die Bergspitze mit einer neuen modernen Drahtseilbahn erreichen. Die im 13. Jahrhundert gebaute Burg ließ der Großfürst Vytautas 1419 nach dem großen Brand von Vilnius umbauen. 1610 wurde die Burg zum Gefängnis der Adligen gemacht, später, während der russischen Okkupation in den Jahren 1655–1661, wurden die Türme und die Schutzmauern komplett zerstört. Mit den großen Restaurierungsarbeiten fing man erst 1930 an. In dem Turm befindet sich jetzt ein Museum, in dem die Modelle der Burg des 14. und 18. Jahrhunderts sowie andere Gegenstände, die die Geschichte der Burg widerspiegeln, ausgestellt sind.
Pilies kalnas, Arsenalo Str. 5
Tel. 261 74 53
Öffnungszeiten von 10.00 bis 17.00 Uhr

Das Museum der unteren Burg

Die untere Burg ist vom Standpunkt der Archäologie der am meisten reizende und meist besuchte Ort Litauens. Das, was wir sehen heute, ist der elegante Palast der Herrschaft des 16. Jahrhunderts, der etwa 300 Jahre lang Hauptresidenz der litauischen Großfürsten war. Im 19. Jahrhundert wurde der Palast ruiniert. Zur Zeit wird viel von den 62 silbernen Münzen aus den Jahren 1387-1400 gesprochen, die vor Kurzem aus der Tiefe von zwei Metern ausgegraben wurden. Auf manchen von den Münzen erkennt man das Gesicht des Großfürsten Jogaila. Das sind die ältesten Münzen Litauens mit Porträt des Herrschers. (Exkursionen nur nach vorheriger Absprache möglich, Tel.  261 40 63).
Katedros Platz 3a

Das Litauische Nationalmuseum

Das Museum hat eine zahlreiche ethnographische Kollektion. Ihre Ausstellungsgegenstände widerspiegeln Geschichte Litauens vom 13. Jahrhundert bis heute. Es gibt sogar wieder aufgebaute Wohnsitze, die zeigen, wie die Litauer aus unterschiedlichen Regionen in verschiedenen Zeiten gelebt haben.  
Arsenalo Str. 1
Tel. 262 94 26
Öffnungszeiten von 10.00 bis18.00 Uhr
Montags und Dienstags ist das Museum geschlossen.

Museum der Genozidopfer

Dieser Ort ist nicht dafür geeignet, schön die Zeit zu verbringen. Das Museum hat ein historisches Memorialprofil. Früher wurden da Tausende von Litauern gefoltert und verhört, die Todesstrafen durchgeführt (noch bis zum Jahr 1963 wurden in dem Ort Leben der Gefangenen genommen). Von dort wurden sie nach Sibirien deportiert, wo sie ein Schicksal, schrecklicher als der Tod, erwartete. Während der Exkursion kann man die Räumlichkeiten anschauen, in denen das alles durchgeführt wurde: Enge Kammern, in die bis zu 20 Personen gesteckt wurden, Isolierzeller, Karzer und die neuen blutigen Flügel.. Die Besucher können die Aufnahmen von den Reiseführern in verschiedenen Sprachen, die man mit den Kopfhörern hört, bekommen. Man kann das unheimliche Gebäude sofort erkennen: Auf seinen Wänden sind Namen der Opfer eingraviert worden.
(Preise: Exkursionen mit einem Reiseführer – 30–40 Lt, Filmaufnahmen und Fotos – 4–10 Lt).
Aukų Str. 2a
Tel. 249 62 64
Öffnungszeiten von 10.00 bis 17.00 Uhr. Montags geschlossen.
Sontags von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.